Eingewöhnung und Übergänge

Vom Elternhaus in das Kinderhaus

Die Aufnahme neuer Kinder
Die Eltern, die Ihr Kind bei uns anmelden möchten, haben zunächst die Gelegenheit an einem Info-Anmeldeabend teilzunehmen, um unsere Einrichtung und unsere Pädagogik kennen zu lernen.

Am Anfang des Jahres beraten der Vorstand, Leitung, Gruppenleiter und Elternrat über die Vergabe der Plätze. Dies geschieht an Hand unserer Aufnahmekriterien: Dauer der Mitgliedschaft, ausgewogene Gruppenstruktur, Geschwisterkinder.
Nach den Sommerferien werden die neuen Kinder aufgenommen.

 

Eingewöhnung
Um den Kindern den Übergang in das Kinderhaus möglichst einfach zu machen, findet die Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell statt. Vorausgegangen ist der Anmeldeinformationsabend, bei dem die Eingewöhnungsphase kurz vorgestellt wurde. Die Eltern werden darauf hingewiesen, dass die Eingewöhnungszeit zwei bis drei Monate betragen kann.

Die Eingewöhnungszeit vor den Sommerferien

  • Beziehungsaufbau von Eltern zu den Erziehern und Kennenlernen des organisatorischen Ablaufs Elternabend oder Nachmittag für die neuen Eltern im Mai/Juni.
  • Besuche des Kindes in Begleitung eines Elternteils in der Gruppe. Der Termin wird individuell abgesprochen unter Berücksichtigung des Tagesablaufes des Kindes (z.B. Mittagsschlaf).
  • Das Kind besucht zunächst für eine kurze Zeit die Gruppe.
  • Kennen lernen des Kinderhauses und der Umgebung.
  • Kennen lernen der Erzieher, erste Fragen beantworten.
  • Eltern und Kind gewinnen Sicherheit und Vertrauen in Erzieher und die Einrichtung.
  • Eltern haben zunächst Kontakt zu einer Erzieherin, als Bezugsperson und Ansprechpartner für alle Belange.
  • Die Eltern pflegen ihr Kind (z.B. Windelwechsel) im Beisein der Erzieherin. Schrittweise Übernahme der Erzieherin.
  • Der Anamnesebogen wird mitgebracht und bei noch vorhandenen Fragen besprochen.

Nach den Ferien

  • Das Kind kommt am Vormittag in die Gruppe mit einem Elternteil, die Dauer ist individuell bemessen.
  • Eltern nehmen eine beobachtende Rolle bei den Besuchen ein (sicherer Hafen), um dem Kind eine sichere Bindung an die Erzieherin und den anderen Kindern zu ermöglichen.
  • Schrittweise Ablösung des Kindes von dem Elternteil, das Kind gibt durch sein Verhalten den Rahmen der Ablösung vor.
  • Kurzzeitiger Rückzug des Elternteils mit Verabschiedung vom Kind (Eltern sind abrufbar - Spaziergang/Büro).
  • Schrittweise Ausdehnung der Zeit (kann 1-3 Monate dauern).
  • Rückschritte können möglich sein, z.B. durch Urlaub oder Krankheit.

 

Das Kind richtet sich ein

Der Übergang vom Kinderhaus in die Schule

Das letzte Jahr im Kinderhaus hat für viele Kinder und Eltern eine besondere Bedeutung. In diesem Jahr werden einige Aktionen nur für die Vorschulkinder angeboten, wie die Musikgruppe, Gestaltungsangebote, Exkursionen, Montessorikreis.

Um die letzten Wochen bewusst als Ablösungsprozess zu erleben, haben sich im Kinderhaus einige Traditionen entwickelt:

  • Angefangene Arbeiten werden bewusst zu Ende gemacht.
  • Schultüten werden mit Kindern und Eltern gebastelt.
  • Die „Schulkinder" übernachten im Kinderhaus.
  • Am nächsten Morgen findet ein Abschiedsfest statt.
  • Eine Erinnerungsmappe wird überreicht mit gemalten Bildern, Fotos, Rezepten und Liedertexten, die die Erzieher zusammengestellt haben.
  • Die Kinder verabschieden sich an ihrem letzten Tag in der Gruppe von allen Kindern.

Das Kind zieht aus